Der Anwendungsbereich der Heilerde ist sehr vielfältig. So lindert die Heilerde viele Beschwerden und kann beispielsweise bei Gelenkschmerzen, einem wunden Babyhintern, aber auch bei unreiner Haut und Pickeln eingesetzt werden. Im Gegensatz zu chemischen Behandlungsmitteln gegen Pickel oder Akne ist eine Behandlungsform mit Heilerde sehr schonend und Nebenwirkungen treten nur sehr selten auf.

Die häufigste Nebenwirkung bei der Anwendung der Heilerde besteht darin, dass die Haut austrocknen kann, was sich im schlimmsten Fall durch rote Stellen bemerkbar macht.

Da Heilerde, die aus verschiedenen Ablagerungen gewonnen wird, den Effekt hat die Haut auszutrocknen, ist es wichtig im Anschluss an die Behandlung dafür zu sorgen, dass die Haut genügend Feuchtigkeit erhält. Heilerde gibt es in verschiedenen Varianten zu kaufen. Sehr häufig besteht sie aus einem Pulver, dass kurz vor der Anwendung anzurühren ist. Daneben besteht jedoch auch die Möglichkeit bereits fertig angerührte Heilerde oder Heilpaste zu erwerben. Es sollte jedoch generell darauf geachtet werden, dass die gekaufte Heilerde frei von Zusatzstoffen ist. Für Pickel, die sich an Rücken oder auch an der Brust befinden, bieten sich insbesondere Badezusätze aus Heilerde an, die ähnlich wirken.

Anwendung

Vor der Anwendung sollte der komplette Anwendungsbereich mit warmen Wasser, welches die Eigenschaft hat die Poren zu öffnen, gesäubert werden, um eine möglichst hohe Wirkung zu erreichen. Die Heilerde sollte großzügig entweder tupfend oder mit kreisenden Bewegungen auf die von Pickeln betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies ist in der Regel das Gesicht, wobei das Auftragen auch am Dekolletee oder am Rücken, dann mit Hilfe einer anderen Person, möglich ist.

Speziell für Pickel an der Brust oder am Rücken gibt es jedoch auch spezielle Badezusätze aus Heilerde. Im Gesicht ist unbedingt darauf zu achten, dass Mund und auch Augen großzügig ausgespart werden. Nach dem Auftragen der Maske sollte diese erst nachdem sie komplett getrocknet ist wieder entfernt werden. Dabei kann sie mit Hilfe eines Tuches abgerubbelt werden, was einen Peeling Effekt zur Folge hat.

Bei sehr empfindlicher Haut empfiehlt es sich jedoch die Maske mit Wasser langsam abzutragen. Nach einer Maskenbehandlung ist es nötig der Haut wieder Feuchtigkeit zuzuführen, da die Anwendung der Heilerde der Haut Feuchtigkeit entzieht. Dies kann beispielsweise mit Hilfe einer Creme passieren, wobei darauf zu achten, ist dass es sich um keine fetthaltige Creme handelt, da diese das Pickelwachstum wiederum verstärkt.

Damit die Heilerde Pickeln dauerhaft vorbeugen kann, sollte sie langfristig angewandt werden und zwar in der Regel ein bis zweimal pro Woche.

Wirkungsweise der Heilerde

Der Effekt der Heilerde gegen Pickel stellt sich durch ihre so genannte Saugwirkung ein. Heilerde wirkt indem sie den auf der Haut vorhandenen Talg, Bakterien und auch Schmutz, die das Entstehen von Pickeln begünstigen, aufnimmt. Des Weiteren sorgt sie dafür, dass fettige Haut, die das Pickelwachstum generell fördert, entfettet wird.

Darüber hinaus begünstigt die Heilerde eine stärke Durchblutung der Haut, was das Erscheinungsbild der Haut insgesamt verbessert. Falls nach der Behandlung die Haut kurzfristig gerötet ist, ohne das Schmerzen auftreten, muss dies kein Grund zur Sorge sein, da dies durch die durchblutungsanregende Wirkung der Heilerde begründet werden kann.